Das Flechtwerk

Bekannt ist Peddigrohr unter den Namen Rattan oder Binse. Es stammt von der Kletterpalme „Calamus rotang“. Von Rattan gibt es mehr als 600 Arten, von denen sich das hochwertige Peddigrohr, welches aus der subtropischen Klimazone Südostasiens gewonnen wird, besonders gut eignet. Viele Arten werden inzwischen künstlich gepflanzt.

Die Stangen können eine Höhe von bis zu 200 Metern erreichen. Allerdings wird nur der mittlere Teil vom Rattan zum Flechten verwendet. Dieser ist nicht so hart wie der Wurzelstock. Welcher zu Möbelherstellung genutzt wird und ist auch nicht zu weich, da das Peddigrohr noch nicht ausgereift ist.

Flechtarten

Das 1er Geflecht, auch „Zäunen“ genannt,  wird bei einer ungeraden Stakenzahl mit einem Flechtfaden geflochten, bei gerader Stakenzahl mit zwei Flechtfäden.

Geflochten wird indem abwechselnd der Faden innen um eine Stake dann außen um die nächste gelegt wird.

Das 2er Geflecht, auch „Fitzen“ genannt, wird mit zwei Flechtfäden geflochten.

Dabei werden die beiden Fäden untereinander gedreht. Das heißt, der Faden, der hinter der ersten Stake liegt, wird vor die zweite gelegt, der Faden, der vor der ersten Stake liegt, wird hinter die zweite gelegt.

Das 3er Geflecht, auch „Kimmen“ genannt, wird mit drei Flechtfäden geflochten.

Dabei werden die drei Fäden zwischen den Staken eingelegt. Der erste Faden (a) geht über den zweiten (b) und dritten (c) vor zwei Staken hinter die dritte Stake.

Über mich

Während meiner Reha lernte ich das Flechten mit Peddigrohr kennen.

Ich verliebte mich auf Anhieb in das Material und die Möglichkeiten, was man daraus alles herstellen kann.

Zu Anfang flechtete ich einfache runde Körbe, doch schon bald wagte ich mich auch an „kompliziertere“ Formen, wie die Herzform. Nach und nach entwickelte ich eigene Ideen, mit Farben und Zusatzelementen.

Dann kam mir die Idee, die fertigen Körbe zu verkaufen, damit auch andere sich an daran erfreuen können.